Schmerz ist der Schrei des Gewebes nach fließender Energie

Diese Techniken bringen Stauungen wieder ins Fließen!

             

Schröpfen und Gua Sha sind Teilbereiche der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und sehr effektive Methoden, um die Selbstheilungskräfte und so die Eigenregulation des Körpers zu aktivieren. Sie unterstützen den Körper bei der Bewältigung einer Vielzahl unterschiedlichster Krankheiten. Generell wirken sie ausleitend, indem die Durchblutung stark anregt wird.
Aufgrund der Reflexverbindungen der Körperoberfläche zu den Muskeln und Organen in den tieferen Schichten beschränkt sich die Wirkung nicht nur auf die Haut, sondern dringt sanft bis tief in den Körper ein.

Symptomatische Behandlungen bringen keine Heilung, Linderungen sind nicht von Dauer, wenn die auslösenden Ursachen weiter bestehen. Es ist wichtig, den Störherd zu finden und zu beseitigen. So sind Schmerz, Fieber, Hautzeichen usw. als Warnsignale des Körpers zu verstehen. Die Ursache liegt zumeist tiefer.

Schmerzen gehen immer mit Schwellungen und Entzündungen einher! Oder auch: Schmerzen entstehen erst durch Schwellungen und Entzündungen. In diesen Bereichen ist die Durchblutung gestört. Gua Sha und Schröpfen fördern zunächst die Durchblutung der Haut und des Bindegewebes. Der Körper aktiviert aufgrund der Reize seine Heilkräfte, die Lymphe fließen besser durch die geweiteten Gefäße, die Ausscheidung wird angekurbelt, die Entzündungen und somit die Schmerzen nehmen ab.

Das macht sich z.T. auch positiv auf das Gewicht bemerkbar: Aufgrund der Erhöhung der Blutumlaufgeschwindigkeit wird mehr Wasser ausgeschieden, der Stoffwechsel wird beschleunigt, die Peristaltik des Darms und die Elastizität der Haut werden verstärkt. Die Effizienz anderer Therapien kann durch diese Techniken wesentlich gesteigert werden.

Gua Sha ist eine Schabemethode, die zu Hautrötungen bzw. zu oberflächlichen Hämatomen (Blutergüssen) führt. Gua bedeutet wörtlich "schaben, kratzen", während mit Sha die Hautreaktion bezeichnet wird.

Beim trockenen Schröpfen wird ein Glas (oder anderes Hohlgefäß) mittels eines Vakuums auf die Haut aufgesetzt, so dass das Gewebe ein wenig angesaugt wird. Das Glas verbleibt einige Minuten auf derselben Stelle, bis sich dort ein kleines Hämatom (wie ein "Knutschfleck") gebildet hat.

Beim blutigen Schröpfen wird die Haut vor dem Aufsetzen des Schröpfglases mit einer Lanzette angestochen. Durch den anschließenden Schröpfvorgang wird an dieser Stelle Blut entzogen, was eine Entlastung in diesem Bereich erzeugt. Dieses Verfahren wende ich nicht an.

Bei der Schröpfmassage wird das Glas auf der leicht eingeölten Haut hin und her bewegt. Die Massage im Vakuum lockert auch das tief liegende Gewebe durch Sog - nicht durch Druck wie bei einer manuellen Massage, die nicht bis in diese Tiefen vorzudringen vermag.

Ich bevorzuge das Arbeiten mit dem elektronisch steuerbaren HeVaTech PRV 02. Dieses Gerät erzeugt einen stufenlos einstellbarer Unterdruck sowie eine regulierbare Pulsation, also Impulse durch kurzfristig wechselnde Vakuumstärken. http://www.hevatech.com/anwendungen/

Die Kombination moderner Technik mit dem bewährten Heilverfahren bietet eine große Vielfalt an Therapiemöglichkeiten. Durch das pulsierende Schröpfen wird das Bindegewebe in Schwingung gebracht, bis in tiefe Schichten bewegt und durch den gesteigerten Blutfluss mit mehr Sauerstoff versorgt, was die Zellaktivität steigert und sich straffend und entschlackend auswirkt. Insbesondere können mit entsprechenden Saugglocken auch Gelenke schonend behandelt werden: Pulsierendes Schröpfen ist die beste Bewegung ohne Belastung! Das Vakuum weitet den Gelenkspalt, die Produktion von Gelenkschmiere wird angeregt und durch den einstellbaren Impuls wird das Gelenk sanft massiert. Durch die Auswahl verschiedener Glockengrößen und die variable Intensität kann das pulsierende Schröpfen am ganzen Körper, sogar im Gesicht, angewendet werden.